10. Januar 2016

NRW: „Position beziehen! Handreichung zu möglichen Konflikten um die Unterbringung von Geflüchteten“

Wird in einem Stadtteil eine neue Unterkunft für Geflüchtete eröffnet, gibt es immer Menschen, die sich engagieren wollen, die die neuen Nachbar_innen unterstützen wollen oder die sich einfach sorgen, dass sich in ihrer Umgebung eine flüchtlingsfeindliche Stimmung verbreitet und dem vorbeugen oder darauf reagieren wollen. Auch wenn mittlerweile bereits viele Willkommens- und Stadtteilinitiativen bestehen, fällt der erste Schritt doch manchmal schwer, wenn die Diskussion plötzlich vor der eigenen Haustür stattfindet.

Um einen ersten Überblick zu geben, welche Möglichkeiten bestehen, wenn eine neue Unterkunft eingerichtet wird oder wenn sich eine neue Unterstützungsgruppe zusammenfindet, hat die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Köln eine Broschüre zusammengestellt. Darin wird ein kurzer Überblick über Flüchtlingspolitik gegeben, aber auch dargestellt, wieso die extreme Rechte diese Schaffung von Unterkünften als Ansatzpunkt für eigene Kampagnen nutzt. Weiterhin werden konkrete Tipps gegeben, wie Engagierte sich vorbereiten können, wenn städtische Informationsveranstaltungen zum Thema anstehen, eigene Veranstaltungen organisiert werden oder eine Kundgebung gegen die Unterkunft angekündigt wird. Am Schluss finden sich Internetadressen mit weiterführenden Informationen und Unterstützungsangeboten.

Zwar fokussiert die Broschüre auf die Situation im Kölner Stadtgebiet, insbesondere die Praxistipps sind jedoch auch auf andere Städte und Orte übertragbar.

Download der Broschüre

Webseite der Mobilen Beratung Köln

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