30. August 2019

Fachtagung „Rechte Musik in rechten Lebenswelten“ in Koblenz

Fachtagung des Kompetenznetzwerks „Demokratie leben!“ Rheinland-Pfalz am 27.09.2019

In den letzten Jahren gab es zahlreiche Berichte über angekündigte, stattgefunden oder abgesagte Konzerte und Festivals der extremen Rechten. Es ist kein neues Phänomen, dass Musik als Transportmittel für rechtsextreme Ideologie genutzt wird. Doch zeugen die zunehmenden professionell organisierten Großevents von einem gewachsenen Selbstbewusstsein der Szene und ihrer Lebenswelten?

Die extreme Rechte bedient sich nicht nur unterschiedlicher musikalischer Genres, sondern liefert etwa durch Kleidungslabels oder Kampfsportevents weitere identitätsstiftende Plattformen zur Verbreitung ihrer menschenverachtenden Weltanschauung. Dies geschieht nicht nur in Form eindeutig strafbarer Aktionen und Handlungen, sondern auch jenseits von Strafbarkeit im sogenannten Graubereich.

Diese Fachtagung widmet sich dem Komplex von rechter Musik und rechten Lebenswelten. Von Rechtsrock, NSBM, Hip-Hop und Mainstream, über MMA, Fußball und Identitäre Bewegung bis hin zur Betrachtungen zivilgesellschaftlicher Reaktionen und (medien-) pädagogischen Umgängen. Die Tagung richtet sich vor allem an pädagogische Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit.

Die Fachtagung – deren Schirmherr Roger Lewentz, Minister des Innern und für Sport, ist – findet statt am 27. September 2019 auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz. Aus organisatorischen Gründen wird zur Anmeldung um eine Verwendung des Anmeldeformulars zur Fachtagung „Rechte Musik in rechten Lebenswelten“ (unten auf der Website) bis zum 22. September gebeten.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Kompetenzzentrums Popularmusik Rheinland-Pfalz, dem Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und dem Beratungsteam Musik des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus in Rheinland-Pfalz. Ein vom Kompetenzzentrum Popularmusik Rheinland-Pfalz angedachtes anschließendes Musikfestival gegen Rechtsextremismus kann leider nicht stattfinden.

Weitere Informationen finden Sie im PDF-Flyer.

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