5. Juli 2019

Für eine engere Zusammenarbeit von Mobiler Beratung und politischer Bildung

Fachgespräch im Haus am Maiberg in Heppenheim bringt Akteur*innen zusammen

Ist Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus eigentlich auch eine Form der politischen Bildung? Wo liegen die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten? Und wie kann die Zusammenarbeit in Zukunft verstärkt werden? Unter anderem diese Fragen diskutierten rund 50 Vertreter*innen von mobilen Beratungsteams und Einrichtungen der politischen Bildung bei einem von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderten Fachgespräch am 27. und 28. Mai in Heppenheim.

Die gemeinsame Strategiedebatte, die der Bundesverband Mobile Beratung zusammen mit dem Bundesausschuss Politische Bildung (bap), dem Landesverband Hessen der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung (DVPB) und der Akademie „Haus am Maiberg“ in Heppenheim veranstaltete, stand unter dem Titel „Mobile Beratung & Politische Bildung als ‚extremismuspräventive‘ Demokratieförderung?“ Hintergrund war die in beiden Bereichen bestehende Sorge, durch die Vorgaben staatlicher Förderprogramme in ein zu enges Korsett gepresst zu werden: Durch die immer stärkere Ausrichtung auf „Extremismusprävention“ und „Demokratieförderung“ würden menschenfeindliche Haltungen in der Mitte der Gesellschaft ausgeblendet und die kritische Auseinandersetzung mit Machtstrukturen und gesellschaftlichen Hierarchien verhindert.

Anknüpfend an das Fachgespräch erscheint im September ein vom Bundesverband Mobile Beratung herausgegebener und durch die bpb geförderter Sammelband, der die Diskussionen in Heppenheim zusammenfasst und um weitere Debattenbeiträge ergänzt.

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