12. November 2019

Pressemitteilung von MOBIT e.V. zum Gedenken anlässlich der Reichspogromnacht

Solidarität mit unseren jüdischen Freundinnen und Freunden: Antisemitismus entschieden begegnen

Am 9. November 2019 jähren sich zum 81. Mal die antisemitischen Ausschreitungen der Reichspogromnacht. Diese waren ein zentrales Ereignis auf dem Weg zum industriellen Massenmord an den europäischen Juden. Den Opfern zu gedenken ist ein wichtiger Teil deutscher Erinnerungskultur. Am 9. November ist es ebenfalls einen Monat her, dass der antisemitische Rechtsterrorist Stephan B. versuchte, in der Synagoge in Halle/Saale ein Massaker an den dort anwesenden Gemeindemitgliedern zu verüben. Nur durch Zufall gelangte der Rechtsterrorist nicht in die Synagoge, tötete aber auf seinem Weg zwei Menschen. Der 9. November 2019 muss damit nicht nur ein Tag sein, an dem den Ereignissen und Opfern des 9. November 1938 zu gedenken ist, sondern auch ein Tag, an dem deutlich gemacht werden muss, dass auch heute jedem Antisemitismus entschieden zu begegnen ist.

„Wir stehen fest an der Seite unser jüdischen Freundinnen und Freunde und werden uns den Angriffen auf sie konsequent entgegenstellen“

sagte Sandro Witt, Vorstandsvorsitzender von MOBIT e.V. mit Blick auf den anstehenden Jahrestag.

Auch die Gründung des Vereins MOBIT ist fest verbunden mit dem neonazistischen Brandanschlag auf die Synagoge in Erfurt im Jahr 2000 und zeigt damit deutlich, dass es in Deutschland weiterhin einen entschiedenen Kampf gegen jede Form antisemitischer Ideologie braucht und eine beständige Solidarität mit den jüdischen Gemeinden in ganz Deutschland.

„Wenn Jüdinnen und Juden über den aufkeimenden Hass ihnen gegenüber berichten, gilt es dies ernst zu nehmen und ein deutliches Zeichen der Freundschaft und Solidarität zu senden. Auch in diesem Jahr werde ich an den Veranstaltungen der jüdischen Landesgemeinde teilnehmen, um eben dies deutlich zu zeigen“

so Witt weiter.
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