11. Februar 2020

„Die Menschen fallen aus allen Wolken“

Bianca Klose von der Mobilen Beratung Berlin im Interview mit Frida Thurm (Zeit Online)

Rechtsextremismus: Neonazidemo in Bielefeld für die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck (November 2019)
Neonazidemo in Bielefeld für die Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck (November 2019) © Thomas F. Starke/​Getty Images

„Dass Neonazis Informationen über mutmaßliche politische Gegner auf sogenannten Feindeslisten oder Todeslisten zusammentragen, ist spätestens seit dem Skandal um die Gruppe Nordkreuz öffentlich bekannt. Der Chef des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, hat sich nun dafür ausgesprochen, die Veröffentlichung sogenannter Feindeslisten härter zu bestrafen und nicht nur als datenschutzrechtlichen Verstoß zu behandeln. Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) berät seit mehr als zehn Jahren Betroffene, die auf solchen Listen stehen. Bianca Klose, Projektleiterin der MBR Berlin, erzählt im Interview, wie sich die Strategie der Neonazis verändert hat und was den Opfern wirklich hilft.“

Klose: „Wir fordern, dass die Behörden die Betroffenen, die auf solchen Listen stehen, sofort und in Gänze über die zu ihnen rechtswidrig gesammelten Daten informieren, wenn sie etwa bei Hausdurchsuchungen deren Adressen oder Fotos finden. Das ist derzeit nicht der Fall. Bei Nordkreuz, dem rechtsextremen Netzwerk, wurden Personen auf Todes- und Feindeslisten geführt und die Betroffenen wurden sehr spät darüber informiert, obwohl es den Behörden schon länger bekannt war.  „

Das vollständige Interview können Sie hier nachlesen.

Aktuelles