17. Februar 2020

Rechtsextremismus in kommunalen Parlamenten – und jetzt?

Vortrag zur Kommunalwahl der Mobilen Beratung Bayern

Bild: © Kees

In der vergangenen Woche hatten das Bündnis „Bunt statt Braun“, der Ebersberger Jugendring sowie die Mobile Beratung gegen Rechtextremismus Bayern unter dem Titel „Rechtsextreme in kommunalen Parlamenten. Und jetzt?“ zu einem Vortrag in Ebersbergs Bürgerhaus im Klosterbauhof eingeladen. Die Mobile Beratung informierte über rechte Parteien, deren Entwicklung sowie Handlungsstrategien im Umgang mit ihnen.

Die Anzeigezeitung berichtete:

Bemerkenswert: nach einer Studie, die zwischen den Jahren 2002 bis 2018 durchgeführt wurde, hat der Anteil von rechtsextremen Positionen in der Bevölkerung nicht zugenommen. Er sei über all die Jahre stabil geblieben. Etwa zehn Prozent der Deutschen sind es, 2002 wie heute, die rechte Positionen vertreten. „Es gibt keinen neuen Rechtsruck,“ erklärt ein Mitarbeiter der Mobilen Beratung – der aus Furcht vor Übergriffen seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte – aber dieses rechte Potential sei inzwischen erfolgreich mobilisiert worden. „Das, was die NPD vor Jahrzehnten nicht geschafft hat, hat jetzt die AfD abgegriffen.“ Was inzwischen allerdings zugenommen habe, ist die Bereitschaft zur Gewalt in der rechten Szene. Auch wenn es eine amtlich feststehende Definition für den Begriff „Rechtsextremismus“ nicht gibt, so zählt man allgemein Menschen in das recht Lager, „die eine rechtsautoritäre Diktatur befürworten, Chauvinismus, Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus an den Tag legen, dem Sozialdarwinismus anhängen und vor allem den Nationalsozialismus verharmlosen.“ Noch in den Jahren vor Gründung der AfD hätten rechtsorientierte Wähler auch alle anderen Parteien gewählt, die CDU/CSU genauso wie die SPD, die Linken oder die Grünen. Erst mit der politischen Mobilisierung der AfD habe sich das verändert.

Quelle: Meine Anzeigenzeitung
Aktuelles