17. Juni 2020

Pressestatement der Dachverbände: Innenminister müssen Verschwörungsideologien ernst nehmen und Betroffene schützen!

Im Vorfeld der Innenministerkonferenz, die heute in Erfurt beginnt, warnen der Bundesverband Mobile Beratung (BMB) gemeinsam mit dem Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) sowie dem Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Bundesverband RIAS) vor Verschwörungsideologien und den sogenannten Corona-Demos als Ausgangspunkte für Hetze und Gewalt.

Bianca Klose, Vorstand und Sprecherin des BMB, sieht Parallelen zu vorherigen Diskussionen: „Antidemokratische und antisemitische Narrative, verkleidet als legitimer Protest, wer- den auch in der sogenannten Mitte der Gesellschaft vertreten – das erinnert an die als ‚Sorgen und Ängste‘ getarnten antidemokratischen, autoritären und rassistischen Einstellungsmuster während der Mobilisierungen gegen Geflüchtete ab 2015. Die Innenministerkonferenz sollte nicht die Fehler von damals wiederholen und sich denen zuwenden, die am Lautesten schreien – sondern jene schützen, die von Antidemokraten als Feinde markiert werden und von Abwertung, Hetze und Verschwörungsmythen betroffen sind.“

Allgemein, BMB