16. April 2021

Veranstaltungsreihe „Zwischen Konflikt und Konsens: Polizei und Zivilgesellschaft im digitalen Austausch 2021“

Der Bundesverband Mobile Beratung, der Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster und die Projektstelle gegen Rechtsextremismus in Bad Alexandersbad laden Akteure aus Zivilgesellschaft und Polizei zu einem digitalen Austausch ein. Die Veranstaltungen finden in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung und der Deutschen Hochschule der Polizei statt.

Dabei stellen wir „best practise“-Projekte im Austausch zwischen Polizei und Zivilgesellschaft aus verschiedenen Bundesländern vor, lassen Raum für Impulse, Diskussionen und Fortentwicklung der Vernetzungen und wenden uns den aktuellen Fragen im Dialog zwischen Polizei und Zivilgesellschaft zu.

Termine
Freitag, 30. April 2021
Freitag, 11. Juni 2021
Donnerstag, 24. Juni 2021
jeweils 9-12 Uhr via ZOOM

Anmeldung bis Montag, 26. April 2021, per E-Mail: franka.aldenborg@t-online.de (Betreff: Anmeldung Polizei und Zivilgesellschaft im digitalen Austausch 2021)
Eine Anmeldung kann für alle drei Termine oder auch für einzelne Termine erfolgen. Den Zoom-Link bekommen Sie nach erfolgreich bestätigter Anmeldung mit dem genauen Programmablauf per Mail zugesendet.

Worum geht es?
Der Dialog scheint einfacher gesagt, als getan: Denn obgleich die Polizeibehörden in Deutschland großes gesellschaftliches Ansehen genießen, entzünden sich an polizeilichen Maßnahmen immer wieder Diskussionen – nicht nur im Kontext der Aufarbeitung des NSU-Komplexes. Zu Kontroversen und häufig vollkommen gegensätzlichen Bewertungen kommt es beispielsweise im Zusammenhang mit neonazistischen Aufmärschen, der Auseinandersetzung um Klimaschutzdemonstrationen und Waldbesetzungsaktionen. Einerseits weist die Polizei bei diesen Gelegenheiten auf das aus ihrer Sicht rechtswidrige Verhalten von Engagierten hin, die etwa durch Sitzblockaden versuchen, angemeldete Versammlungen zu behindern und damit polizeiliches Einschreiten notwendig machen. Andererseits sehen sich eben jene Protestierenden durch die polizeilichen Maßnahmen in ungerechtfertigter Weise beeinträchtigt oder sogar kriminalisiert.

Die Sichtweisen, mit denen Polizistinnen und Polizisten sowie an demokratischen Protesten Beteiligte aufeinander blicken, sind häufig von Unkenntnis über die jeweiligen Motive und Handlungslogiken des Gegenübers, aber auch durch verfestigte Ressentiments gekennzeichnet. Gleichwohl wird jenseits dieser konfrontativen Konstellationen sowohl von Polizistinnen und Polizisten als auch von Akteurinnen und Akteuren der Zivilgesellschaft immer wieder das Interesse artikuliert, mit der jeweils anderen Seite in einen Dialog zu treten. Hierfür ist der digitale Austausch 2021 ein Angebot.

Was bisher passierte:
Bereits in den Jahren 2017-2019 bot der Kooperationsverbund von Bundesverband Mobile Beratung, Projektstelle gegen Rechtsextremismus in Bad Alexandersbad und dem Geschichtsort Villa ten Hompel bundesweit auf Einladung der Bundeszentrale für politische Bildung und der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster Perspektivwechselformate zwischen Polizei und Zivilgesellschaft an, die erfolgreich evaluiert wurden und mit einem Fachgespräch im Herbst 2019 in Göttingen einen Impuls zur Umsetzung in den Bundesländern gegeben haben.

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