22. April 2021

Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Anhalt bilanziert Gesamtjahr 2020

echtsextremen Delikte und Ereignislagen in der Region Anhalt signifikant angestiegen // besorgniserregende Fälle von Waffenaffinität und rechtsterroristischen Strukturen

In der GegenPart-Chronik konnten im Gesamtjahr 2020 insgesamt 384 rechte und neonazistische Ereignislagen für Anhalt festgestellt werden, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (2019: 325 Einträge) einem Zuwachs um 18,5 % entspricht. Das ist der dritthöchste Wert, der seit Bestehen der Chronik (1999) für ein Jahr registriert werden konnte.

Als besorgniserregend müssen erneut die in der Region bekanntgewordenen Fälle von Waffenaffinität und rechtsterroristischen Strukturen („Prepper Netzwerk“, „Wolfsbrigade
44“ und „Gruppe S.“) bezeichnet werden. Beim Thema Corona lässt sich wie unter einem Brennglas die Radikalisierung einzelner Akteur:innen nachweisen, die ausgehend von Sorgen z.B. um die eigene, wirtschaftliche Existenz, nach und nach in rassistische und antisemitische Narrative verfallen.

Die gesamte Chronik finden Sie hier.

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