13. August 2021

05.09.2021: Podiumsdiskussion: Aktualität des Antisemitismus in Ostsachsen

Auftaktveranstaltung des Bündnisses gegen Antisemitismus in Dresden und Ostsachsen

Als Mitglied des Bündnis gegen Antisemitismus in Dresden und Ostsachsen freuen sich unsere Kolleg*innen vom Kulturbüro Sachsen e.V. sich auf die Auftaktveranstaltung von RAA Sachsen Opferberatung und Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen!
Am 5. September lädt das Bündnis zu seiner Auftaktveranstaltung ein. Die Podiumsdiskussion zur „Aktualität des Antisemitismus in Ostsachsen“ findet von 14-16Uhr im Kleinen Haus des Staatsschauspiel Dresden statt. Unsere Kollegin Petra Schickert wird an der Podiumsdiskussion für das Kulturbüro Sachsen teilnehmen.

Veranstaltungsinfos:

Am 6. September feiern Jüdinnen und Juden überall in der Welt den Beginn von Rosch ha-Schana – dem jüdischen Neujahrsfest. Versucht man sich an einer Bilanz des vergangenen Jahres mit Blick auf das jüdische Leben in Deutschland, so fällt diese ambivalent aus: Auf der einen Seite ist die Anzahl der antisemitischen Straftaten in Deutschland mit 2.428 angezeigten Fällen erneut auf ein Allzeithoch gestiegen. Im Rahmen der Proteste gegen die Corona-Schutzmaßnahmen erlebte die Relativierung der Shoah einen neuen Höhepunkt. Und im Zuge des Wiederaufflammens des Nahostkonflikts wurden Synagogen in Deutschland das Ziel von Brandanschlägen und Steinwürfen.

Auf der anderen Seite beteiligen sich überall in Deutschland engagierte Einzelpersonen, Vereine und Organisationen am Festjahr „1700 Jahre jüdischen Lebens in Deutschland“. Mit zahlreichen Ausstellungen, Workshops und Begegnungsformaten zeigen sie die lange Geschichte und die Vielseitigkeit jüdischen Lebens in der Gegenwart. Ein Anliegen, das viele weitere Menschen teilen, die sich alltäglich gegen den grassierenden Antisemitismus stemmen und für ein selbstbewusstes jüdisches Dasein eintreten. Dennoch ist die vielbeschworene Normalität jüdischen Lebens in Deutschland noch immer nicht erreicht. Was aber braucht es, um das Versprechen einzulösen?

Wir wollen den Vortag des jüdischen Neujahrsfestes nutzen, dieser Frage auf einem Podium nachzugehen und sie mit Blick auf die Region Dresden und Ostsachsen zu diskutieren. Wir, das ist das Bündnis gegen Antisemitismus in Dresden und Ostsachsen, das seit einem Jahr daran arbeitet, die Perspektiven und Handlungsansätze der jüdischen Gemeinschaft und der Zivilgesellschaft Ostsachsens einander näherzubringen. Mit einigen unserer Mitglieder werden wir besprechen, wie und wo sie Antisemitismus in Ostsachsen wahrnehmen, welche Auswirkungen er auf das jüdische Leben in der Region hat sowie welche Ansatzpunkte sich zur Bekämpfung des Antisemitismus eignen.

Unsere Gesprächspartner*innen sind:

Michael Hurshell (Jüdische Gemeinde zu Dresden K.d.ö.R.)
Alex Jacobowitz (Jüdische Gemeinde in Görlitz/Zgorzelec und Umgebung e.V.)
Anne Kleinbauer (Netzwerkstatt – Hillersche Villa gGmbH)
Ekaterina Kulakova (Bikkur Cholim zu Dresden e.V.)
Petra Schickert (Kulturbüro Sachsen e.V.)
Franziska Stölzel (Initiative Stolpersteine für Weißwasser)

Die Diskussion wird moderiert von:

Kathrin Krahl (Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen)
Anna Olbrich (Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal)

Für die Zusage ihrer Grußworte und eines Einführungsstatements bedanken wir uns bei:

Dr. Petra Follmar-Otto (Vorständin der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft)
Dr. Nora Goldenbogen (Präsidentin des Landesverbandes Sachsen der jüdischen Gemeinden K.d.ö.R.)
Petra Köpping (Sächsische Staatsministerin für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt)

Außerdem geht unser Dank für die Zusage eines Kurzinterviews an:

Dr. Thomas Feist (Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für Jüdisches Leben)

Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist begrenzt. Um an der Veranstaltung teilnehmen zu können, schreibt bitte eine Nachricht an: bga.ostsachsen@raa-sachsen.de

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