4. Januar 2022

inforex#3: Rechtsextremismus in Rheinland-Pfalz. Eine Bilanz des ersten Corona-Jahres

Neuerscheinung: „Rechtsextremismus in Rheinland-Pfalz. Eine Bilanz des ersten Corona-Jahres“

Cover des inforex#3: Ein Mann trägt eine schwarz-weiß-rote Fahne

Diese Ausgabe der „inforex“ soll dazu beitragen, die Gegenwart des Rechtsextremismus im Bundesland abzubilden, und Interessierten einen kompakten Überblick über das Corona-Jahr 2020 geben. Denn wer Rechtsextremismus bekämpfen will, muss zunächst seine weltanschaulichen Grundpfeiler, organisatorischen Strukturen, dynamischen Veränderungen und Bezüge zur Gesellschaft verstehen. Die „inforex“ ist die Broschüre der „Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Rheinland-Pfalz“ und wird kostenlos abgegeben. Die Ausgabe finden Sie unten stehend als PDF-Datei oder online auf der Homepage des Demokratiezentrums Rheinland Pfalz.

Die Beiträge in der Broschüre

Eine Karte über Rechtsextremismus in Rheinland-Pfalz zeigt eine Übersicht über aktive rechtsextreme Gruppen und ausgewählte Vorfälle der letzten beiden Jahre. Wie sich die rechtsextremen Akteur:innen im Jahr 2020 verhielten, beschreibt Max Gerlach in seinem Beitrag „Mehr gesellschaftliche Resonanz und Entschlossenheit zur Gewalt“. In ihrem Artikel „Die Seuche, das sind die Anderen“ behandeln Max Gerlach und Niklas Wünsch die momentan besonders virulenten autoritären Corona-Proteste.

In einem Interview unter dem Titel „Autorität verspricht Zugehörigkeit und Macht“ erläutern Katrin Henkelmann und Andreas Stahl, warum Rechtsextremismus für Menschen so attraktiv sein kann. Dazu beziehen sie sich auf das sozial-psychologische Konzept des autoritären Charakters, zu dessen Aktualität beide 2020 einen wissenschaftlichen Sammelband mitherausgegeben haben.

Im Gespräch mit Expert:innen widmen wir uns sodann vertiefend solchen Themen, die das Corona-Jahr wesentlich geprägt haben. „Rechtsextreme Morde sollen offiziell anerkannt werden“, fordert die „Initiative Kein Vergessen“ aus Koblenz im Interview und gibt Auskunft über ihre Erinnerungsarbeit. Ein Vertreter von „jugendschutz.net“ erläutert die Bedeutung des Internets als ständige Mobilisierungs-, Rekrutierungs- und Propagandaplattform. Matthias Köberlein spricht im Interview über rechtsextreme Gamer:innen und frauenfeindliche „Incels“. Sebastian Böckmann von der „Rheinpfalz“ erläutert den Umgang der Tageszeitung mit Rechtsextremismus und warum sie nicht zurückweicht: „Bedrohungslisten sind Bestätigung und Ansporn weiterzumachen“.

Ansichtsexemplare des inforex#3

Schließlich thematisiert die Broschüre Handlungsoptionen für Demokrat:innen. „Wir wollen Schüler_innen Mut zusprechen, sich aktiv einzumischen“, sagt Thomas Mettin über die Arbeit des „Netzwerks für Demokratie und Courage“, das seit vielen Jahren an Schulen gegen Rechtsextremismus arbeitet. Und Dominik Enders bilanziert in seinem abschließenden Beitrag „Dem erstarkenden Rechtsextremismus entgegenwirken“ die Arbeit der „Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus“ im Corona-Jahr 2020.

Bestellung und weitere Ausgaben

Weitere Exemplare dieser Ausgabe sowie die beiden vorherigen Ausgaben – „inforex“ #1 über Verschwörungstheorien, 30 Seiten; „inforex“ #2 über „Corona-Rebellen“ und „Querdenken“, 4 Seiten – können Sie ebenso weiterhin kostenfrei bestellen unter koblenz@dgb.de.

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