4. Mai 2022

FAQ: Was ist Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus?

Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus wird 20 Jahre alt. An wen richtet sich das Angebot? Wie läuft die Beratung ab? Und was heißt eigentlich „mobil“? Unsere Antworten auf häufige Fragen:

An wen richtet sich Mobile Beratung?
An alle, die sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und Verschwörungserzählungen engagieren wollen – seien es Einzelpersonen, Organisationen, Schulen, Betriebe, Politiker*innen oder zivilgesellschaftliche Bündnisse.

Was sind typische Beratungsfälle?
Sie hören rassistische Aussagen im Büro? Ein Verwandter teilt Verschwörungsmythen im Familienchat? Sie stehen auf einer rechten „Feindesliste“ und wollen wissen, was Sie tun können? Das sind nur drei von vielen Fällen, in denen Menschen zu uns kommen.

Was ist das Ziel von Mobiler Beratung?
Unser Ziel ist, die Zivilgesellschaft im Umgang mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus zu stärken und belastbare demokratische Strukturen zu schaffen – bundesweit, auf dem Land und in der Stadt.

Was ist das Besondere an Mobiler Beratung?
Mobile Beratung hat das „Gemeinwesen“ im Blick. Das heißt, sie individualisiert Probleme nicht, sondern bindet andere Akteur*innen in die Problemlösung ein, z.B. die Schule, den Bürgermeister oder die Nachbarschaftsinitiative.

Wie läuft Mobile Beratung ab?
Zunächst findet ein Erstgespräch statt, in dem geklärt wird, was das Problem ist und was die Beratungsnehmenden brauchen. Wie lange eine Beratung dauert, ist vom jeweiligen Fall abhängig. Grundsätzlich gilt: Keine Beratung ist wie die andere!

Was heißt „mobil“?
„Mobil“ heißt, dass die Berater*innen dorthin kommen, wo sie gebraucht werden: in die Stadt, ins Dorf, in die Nachbarschaft, an den Arbeitsplatz. Sie stellen sich auf die Probleme, Bedarfe und Ressourcen ein, die sie vor Ort vorfinden.

Ist Mobile Beratung kostenlos?
Ja, Mobile Beratung ist kostenlos. Und vertraulich. Das heißt: Alles, was in der Beratung thematisiert wird, bleibt im Kreise der Berater*innen und wird nicht ohne die Zustimmung der Beratenen an Dritte weitergegeben.

Weitere Informationen zu Mobiler Beratung gegen Rechtsextremismus, ihren inhaltlichen und methodischen Grundsätzen finden Sie in unserem Grundsatzpapier.

Eine Übersicht aller Mobilen Beratungsteams bundesweit inklusive Kontaktdaten finden Sie hier.

Allgemein, BMB